Wurzeln und Quellen

Wurzeln und Quellen

SySt haben vier Hauptwurzeln:

(a) Die Rekonstruktions- und Skulpturarbeit von Virginia Satir, deren Haltung und Menschenbild für die Strukturaufstellungsarbeit entscheidend ist.

(b) Die Ericksonsche Hypnotherapie, die prägend für den Sprachgebrauch bei Strukturaufstellungen ist.

(c) Familienaufstellungsarbeit, deren Wurzeln u.a. bei Thea Schönfelder, Ruth McClendon und Les Kadis gewürdigt werden, ebenso wie der Ursprung der Idee der transgenerationalen Solidarität, des Ausgleichs von Geben und Nehmen und der ökonomischen Umdeutung des Schuldbegriffs (mit Wurzeln bei Martin Buber) bei Ivan Boszormenyi-Nagy, die dann Eingang fanden und umgestaltet wurden im Familienstellen von Bert Hellinger und den klassischen Organisationsaufstellungen, die wir vor allem auf Gunthard Weber zurückführen.

(d) Die lösungsfokussierte Methodik und Haltung der Schule von Milwaukee, die auf den Ideen von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg beruht.

Aufstellungsverfahren sind Ihnen vielleicht durch die Familienaufstellungen bekannt, die durch die Arbeit Bert Hellingers sehr publik wurden dessen Arbeitsweise kontrovers diskutiert wird.

Die Kontroverse bezieht sich allerdings weniger auf die therapeutische Methodik, Aspekte innerer Anteile in einem therapeutischen Prozess durch Aufstellung von Elementen zu externalisieren - dies ist gängige Praxis in psychotherapeutischer Arbeit und dies tun viele systemische Beratungsverfahren. Die Kontroverse mit Hellinger bezieht sich hauptsächlich auf den implizit gelassenen methodisch-theoretischen Hintergrund Hellingers, seine Haltung und Verantwortung gegenüber Klient, Repräsentanten und das die Aufstellung umgebendem Publikum, sein Selbstverständnis als Leiter, die Rolle und Bedeutung des Klienten und des klar definierten Auftrages der Arbeit sowie den ideologischen Hintergrund und die politische Positionierung Hellingers sowie die Art und Weise und Interaktion zwischen ihm und seinen Anhängern sowie die ideologischen Wirkungen, die die Kombination all dessen auf Beteiligte und Unbeteiligte hat.

Wir verstehen SySt nicht als Spezialform oder bloße Variante der Familien- und Organisationsaufstellungen. Müssten wir sie als eine Spezialform klassifizieren, so würden wir sie am ehesten als Spezialfall der Satirschen Arbeit betrachten, die entscheidende zusätzliche Impulse insbesondere durch die Idee der repräsentierenden Wahrnehmung erhielt.