| DozentIn(nen) | |
| Veranstaltungsdatum |
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| Ort |
Piran, Slowenien
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| Anmeldeschluss | |
| Preis | €
880,00
inkl. Mwst. |
| Ausbildungspreis | €
560,00
Die 4-jährige Ausbildung zur/zum Systemische(r) TherapeutIn bzw. BeraterIn ist nach aktuellem Stand gemäß § 4 Nr. 21a/b UStG von der Umsatzsteuer befreit.
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| Module |
Für TeilnehmerInnen an unserer 4-jährigen Ausbildung zum Systemische(r) TherapeutIn bzw. BeraterIn sind folgende Module anrechenbar:
4 Tage Modul 1 oder 4, davon max. 3 Tage Modul 6
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Weitere Informationen
Eine besondere Herausforderung für die systemische Arbeit im Allgemeinen und den transverbalen Ansatz der systemischen Strukturaufstellungen im Besonderen ist die Arbeit mit Werten und Wertsystemen. Werte sind ja in hohem Maße kulturell geprägt, und Bezeichnungen für sie sind oft schon in nahe verwandte Sprache nicht befriedigend übersetzbar. Und andererseits spielen Werte eine entscheidende Rolle als Ressourcen und Kraftquellen sowie zur Ausrichtung des Handelns und zur Entwicklung und Änderung von Einstellungen und Haltungen.
Glaubenspolaritäten-Aufstellungen (GPA) sind eines der grundlegenden Formate der Strukturaufstellungsarbeit und bauen auf dem Glaubenspolaritäten-Schema auf, auch SySt®-(Werte-)Dreieck genannt. Es geht hier zunächst um eine Triade von Wortfeldern, denn das Verfahren soll auf den persönlichen Sprachgebrauch und Kontext von Klient*innen eingehen können und nicht normativ den Bezug auf spezifische Wertsysteme vorschreiben. Der Zusammenhang dieser Wortfelder wird im SySt®-Ansatz durch eine abstrakte Typologie von Bewegungsanalogien gekennzeichnet: V-Werte als Hin-zu-Bewegung, O-Werte als Wĕg-von-Bewegung und E-Werte als Formen von Balance/Balancierung.
Über diese abstrakte Charakterisierung lassen sich unfruchtbare Diskussionen über unterschiedliches Wertverständnis leichter lösungsfokussiert überwinden. Erstaunlicherweise ist so sogar eine völlig verdeckte syntaktische Arbeit mit Werten und Wertsystemen möglich.
GPA sind besonders geeignet zur Modifikation hinderlicher Überzeugungen und Glaubenssätze. Sie können auch als Meta-Aufstellungen verwendet werden, d.h. als ein ressourcenreicher Rahmen für Strukturaufstellungen zu besonders belasteten Themen.
In der Wertequadrat-Strukturaufstellung (WQSA) betrachten wir Wertgegensätze und ihre Ausbalancierung, und wie die Wertespannungen in Konfliktsituationen statt als Hindernis sogar als Zugang zu umfassenderen Ressourcen dienen können. Wir verwenden dazu ein Schema der aristotelischen Philosophie, das Wertequadrat (WQ), eine Darstellungsform von Grundideen aus der aristotelischen Ethik, die auf Ideen von Nicolai Hartmann aufbaut und von Friedemann Schulz von Thun weiterentwickelt und für die Arbeit mit Teams und im Coaching genutzt wurde. Für die Wertequadrat-Strukturaufstellung verwenden wir eine modifizierte erweiterte Form davon, das SySt®-Wertequadrat. Dazu werden Sie für die Praxis sehr relevante SySt®-typische Sichtweisen von Werten kennenlernen, so etwa das Prinzip einerseits jeden Mangel als Überbetonung von Werten zu sehen, Werte als etwas zu verstehen, was ohne die Ausbalancierung durch Gegenwerte (eine Art Tiefendemokratie) schutzlos gegen die Degeneration in einen Mangel ist, und andererseits das eigentlich Lebendige im Umgang mit Werten stets in den Prozessen der Balancierung mit Gegenwerten zu finden.
Die Gruppe hat Gelegenheit, nach Demonstrationen in Kleingruppen unterschiedliche Anwendungsformen von GPA und WQSA einzuüben. Das Seminar umfasst Theorievermittlung, Demonstrationen, Klein- und Großgruppenübungen.
Ort:
Hotelanlage Oleande – Hotel Oleander (Strunjan 17, 6320 Portorož, Slowenien, Nähe Piran)
https://en.oleander.si/hotel-oleander-3/
Zeiten:
Beginn: 28. März um 18.00 Uhr
Ende: 02. April um 13.00 Uhr
